Die Zivilisation hst uns wieder.
Nach Tagen in der Abgeschiedenheit des Lac Taureau verließen wir unsere Resortanlage – entspannt, erholt und mit einem Rucksack voller Eindrücke. Die Fahrt nach Montreal verlief zunächst ruhig. Rund 200 Kilometer lagen vor uns, auf Landstraßen, die sich durch Wälder und kleine Dörfer schlängelten.
Doch dann, fast schlagartig, änderte sich das Bild. Statt stiller Seen und leerer Wege empfingen uns die endlosen Betonbänder der Stadtautobahnen. Sechs Spuren nebeneinander, dicht gefüllt mit Autos, die sich Stoßstange an Stoßstange bewegten. Staus, Stop-and-Go, rote Ampeln, Warten – all das, was man auf dem Land schon beinahe vergessen hatte, war plötzlich zurück.
Heute war auch der Tag des Abschieds von unserem treuen Begleiter auf vier Rädern. Unser Mietwagen, der uns zuverlässig über Schlaglöcher, einsame Landstraßen und durch alle Abenteuer getragen hatte, musste am Nachmittag zurück zum Flughafen. Ein letzter Blick, ein paar Sachen aus dem Kofferraum geräumt – und schon war die Reisegesellschaft wieder um ein Mitglied kleiner.
Wir quartierten uns in einem Hotel direkt neben dem Flughafen ein. Der Blick aus dem Fenster war diesmal nicht auf Wälder, Seen oder Nordlichter gerichtet, sondern auf Rollfelder, Tower und startende Maschinen. Ein kleiner Kulturschock – aber auch ein Zeichen, dass die Reise langsam ihr Ende findet.
Doch ganz vorbei ist es noch nicht: Ein Tag in Montreal liegt noch vor uns. Eine letzte Gelegenheit, die Stadt mit ihren Straßen, Cafés und Parks zu erleben, bevor es endgültig heißt: „Au revoir, Kanada.“
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