🐂 Stampede auf den Bible Hills – unser Rodeo-Erlebnis
Überall in Truro hingen Plakate, Radioansagen riefen dazu auf, und selbst am Supermarkt warb man für „Stampede 2025 auf den Bible Hills“ – ein Festival, das Musik, Rodeo und typisch kanadisches Western-Flair vereint. Wenn man schon mal da ist, dachten wir, darf man sich so ein Spektakel nicht entgehen lassen.
Also machten wir uns auf den Weg zum Festivalgelände. Überraschung: Wir fanden sogar einen Parkplatz! Schon beim Aussteigen fühlte man, dass man in eine andere Welt eintauchte – in eine Mischung aus Westernfilm und Countrymusikvideo. Überall Menschen mit Cowboyhüten, Stiefeln, Lederwesten. Für uns als unvorbereitete Besucher war es ein eigentümliches, fast surreal wirkendes Erlebnis.
Nur – wir kamen leider nicht rein. Karten gab es ausschließlich im Vorverkauf, und natürlich waren die längst vergriffen. Eine spontane Teilnahme als Rodeoreiter kam ebenfalls nicht infrage: angeblich muss man mindestens zehn Tage in Kanada sein, um eine Lizenz zu bekommen – irgendeine Quarantänebestimmung für Neulinge, so erklärten es uns lachend ein paar Einheimische.
Der Versuch, sich „inoffiziell“ über den Zaun Zutritt zu verschaffen, scheiterte an einer Mischung aus kanadischer Ordnung und unserer mangelnden Kletterpraxis.
Also blieb uns nur das Festival-Feeling von außen. Aber auch das hatte seinen Reiz: Eine endlose Reihe an Verkaufsständen, eine „Fressmeile“ mit allem, was das Rind hergibt – von Burgern bis zu zartem Steak. Ich durfte sogar eine kleine Beefverkostung mitmachen.
So endete unser Stampede-Besuch ohne Rodeo-Arena, aber mit vielen Eindrücken und dem festen Entschluss: Nächstes Mal melden wir uns rechtzeitig an – dann klappt’s bestimmt auch mit den wilden Bullen.
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